MINING

​Minning

Wer sich mit Kryptowährungen beschäftigt, stößt sehr bald auf den Begriff des "Schürfens" digitaler Münzen. Im Englischen heißt dieser Vorgang Mi​nning. Bei einem großen Teil der digitalen Währungen spielt es für das Funktionieren des gesamten Krypto-Netzwerks eine zentrale Rolle.

minning bild

​Was genau ist Minning?

​Beim Minning von Kryptowährungen geht es darum, auf der Grundlage von mathematischen Algorithmen Zufallswerte - die sogenannten Hashs - zu errechnen.

Diese Berechnungen dienen dazu, die Netzwerktransaktionen zu bestätigen und in der Blockchain abzulegen.

Am Minning teilnehmen können alle aktiven Netzwerk-Nutzer, die einen sogenannten Node betreiben. Auf den Node-Rechnern eines Krypto-Netzwerks werden die Blockchain und folglich alle bestätigten Transaktionen in dezentraler Form gespeichert.

Durch ihre Rechentätigkeit haben die Betreiber eines Nodes die Chance, neue digitale Münzen zu generieren. Diese sind eine Belohnung dafür, dass die Nodes ihre Rechenleistung für die Transaktionsabwicklung zur Verfügung stellen. 

​Krypto-Mining und die Blockchain

Das "Schürfen" digitaler Coins ergibt sich aus der ( https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-23-Die-Technik-hinter-Bitcoin-Co-3868502.htm ) Funktionsweise der Blockchain , die als dezentrale Datenbank oder "Hauptbuch" jedes Krypto-Netzwerks dient.

Hier werden alle Transaktionsdaten in Form von chronologisch aufeinanderfolgenden Datenblöcken abgespeichert, die untereinander durch die Hashs verbunden sind:

Jeder neue Block enthält einen kryptografischen Hashwert des vorhergehenden Blockes.

Vergleichbar ist dieses Prinzip mit einem konventionellen Kassenbuch, in dem auf jeder neuen Seite ein Übertrag der bisherigen Salden eingetragen wird.

Die Hash-Verbindungen garantieren, dass die in der Blockchain abgelegten Datenblöcke nicht mehr verändert werden können. Das Mining ist somit ein permanenter, dezentral ablaufender Archivierungsvorgang.

​Wie das "Schürfen" digitaler Münzen vor sich geht

​Die wichtigste Sicherheitsfunktion des Minnings besteht darin, das sogenannte Double-Spending - also die doppelte Herausgabe von Coins oder doppelte Transaktionsbestätigungen - zu verhindern.

Die Hashwerte, mit denen die einzelnen Datenblöcke in der Blockchain verbunden werden, lassen sich nur ein einziges Mal generieren.

Sie werden nach dem Zufallsprinzip durch kryptografische Algorithmen vorgegeben.

Miner, die einen solchen Wert errechnen, schürfen damit eine neue digitale Münze, die ihnen auf ihrem "Konto" innerhalb des Netzwerks gutgeschrieben wird. Dieses Verfahren, Coins zu generieren, wird auch als ( https://www.btc-echo.de/tutorial/was-ist-proof-of-work-wie-funktioniert-konsens-mechanismus/ )Proof of Work bezeichnet.

Erfolgreiche Miner weisen also, nach, dass sie mit ihren Berechnungen im Interesse aller Netzwerkteilnehmer tätig werden. 

​Proof of Work oder Proof of Stake?

​Neben Kryptowährungen, die auf dem Minning digitaler Coins basieren, gibt es auch andere Varianten, bei denen alle Münzen (Token, Anteilscheine) bereits zum Starttermin der digitalen Währung im Rahmen eines ICO (Initial Coin Offering) in einer oder mehreren Tranchen herausgegeben werden.

Dies trifft beispielsweise auf den Ripple zu. Auch bei solchen Kryptowährungen muss durch die Netzwerkteilnehmer jedoch die Transaktionsverarbeitung und damit die Generierung der Datenblöcke für die Blockchain geleistet werden.

Als Konsensverfahren innerhalb des Netzwerks kommt in diesem Fall jedoch kein Proof of Work, sondern der sogenannte Proof of Stake zum Einsatz: Die Chancen der Netzwerkteilnehmer, steigen mit der Zahl der Token, die sie halten oder der Dauer ihrer Netzwerkaktivitäten.

​Als Belohnung für die Berechnungen erhalten sie ebenfalls weitere Coins.

​Kryptowährungen minnen

​Bei Kryptowährungen, die auf Minning beruhen, wächst dessen Schwierigkeitsgrad im Lauf der Zeit.

Als bestes Beispiel hierfür kann der Bitcoin dienen. Aufgrund der für das Schürfen neuer Bitcoins erforderlichen Rechenkapazitäten erfolgt das Mining der allerersten Kryptowährung fast nur noch in industriell betriebenen Minning-Pools.

Private Miner können mit der technischen Ausstattung dieser "Mining-Farmen" heute kaum noch konkurrieren.

Gleichzeitig halbiert sich die Belohnung, die für das Generieren eines Bitcoins ausgeschüttet wird. Im Jahr 2009 lag sie bei 50 Bitcoin pro Datenblock, heute erhalten die Miner dafür nur noch 12,5 Bitcoin.

Die nächste Halbierung dieses Rewards wird im Jahr 2020 folgen.

Die Maximalgeldmenge für den Bitcoin wird durch das Bitcoin-Protokoll bestimmt, sie liegt bei 21 Millionen digitalen Münzen. Dieser Wert wird voraussichtlich im Jahr 2130 erreicht, zu diesem Zeitpunkt wird auch das Bitcoin-Mining stoppen

​Die Transaktionsgeschwindigkeit in einem Krypto-Netzwerk hängt maßgeblich davon ab, in welchen Abständen ein neuer Datenblock erzeugt wird.

Im Bitcoin-Protokoll ist beispielsweise alle zehn Minuten das Minning eines neuen Blockes vorgesehen.

Bei anderen digitalen Währungen erfolgen die Bestätigung von Transaktionen, das Generieren neuer Blöcke und damit auch das Mining neuer Coins dagegen deutlich kürzeren Intervallen oder - beispielsweise bei der Kryptowährung Iota - sogar in Sekundenschnelle.

Minning - Strich
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