BITCOINS & CO STEUERN SPAREN

Bitcoin - Cryptocoin & Co. - was für die Steuer wichtig ist!

​Auf den ersten Blick passen Kryptowährungen und Steuern ausgesprochen schlecht zusammen. Schließlich wurden Bitcoin & Co. als Alternative zum konventionellen Finanzsystem entwickelt, wovon die Steuerbehörden nicht ausgenommen sind.

In der Praxis hat jedoch auch das Finanzamt Interesse an jedem Cryptocoin, der gemint wird oder den Besitzer wechselt. Allerdings gelten für digitale Währungen aus steuerlicher Sicht einige besondere Regelungen.

​Transaktionen mit Krytowährungen - private Veräußerungsgeschäfte

​Wer Kryptowährungen kauft und handelt, hofft auf eine positive Wertentwicklung des digitalen Geldes. Aus Sicht des Fiskus fallen für solche Gewinne Steuern an. Allerdings ist ein Cryptocoin in Deutschland und den meisten anderen Ländern bisher kein offizielles, gesetzlich zugelassenes Zahlungsmittel. Daher werden diese Gewinne auch nicht wie Kapitalerträge aus konventionellen Wertpapiergeschäften oder dem Devisenhandel besteuert.

Für die Finanzämter war die Besteuerung von Kryptowährungen für lange Zeit nicht besonders relevant. Seit dem Krypto-Hype des letzten Jahres ( https://www.businessinsider.de/wer-bitcoins-hat-dem-koennte-eine-ueberraschung-vom-finanzamt-drohen-2018-1 ) hat sich die Einstellung des Fiskus hierzu jedoch geändert.


​Aus Sicht des Finanzamts ist ein Cryptocoin ein sogenanntes immaterielles Wirtschaftsgut. Der Handel mit Kryptowährungen wird steuerrechtlich folglich als ein privates Veräußerungsgeschäft betrachtet. Private Veräußerungsgeschäfte sind alle Aktivitäten, bei denen ein Cryptocoin gegen etwas anderes getauscht wird.

Darunter fallen der Kauf und Verkauf von Kryptowährungen gegen konventionelles Geld oder eine andere digitale Währung, aber auch das Bezahlen von Waren und Dienstleistungen mit einem Cryptocoin. Das Finanzamt interessiert sich dafür immer dann, wenn aus dem Veräußerungsgeschäft ein Gewinn entsteht.

​Besteuerung privater Kryptowährungs-Transaktionen

​Wenn du in Kryptowährungen investierst, notierst du dir am besten den Einkaufs- und den Verkaufskurs für den jeweiligen Cryptocoin. Hieraus ergeben sich die Gewinne und Verluste deiner Transaktionen. Zur Berechnung der Steuer wendet das Finanzamt die First-in-First-out-Methode an.​

Es geht also davon aus, dass der Cryptocoin, den du im Zeitverlauf zuerst erworben hast, auch als erstes verkauft wird. Die Steuer fällt also auf Gewinne an, die sich aus der Differenz zwischen den beiden Kursen ergeben. Ebenso kannst du gegenüber dem Finanzamt jedoch Verluste aus Kryptowährungs-Transaktionen geltend machen. In der Steuererklärung werden die Gewinne und Verluste aus Krypto-Geschäften in der Anlage SO (Sonstige Einkünfte) eingetragen.

​Keine Steuern auf Gewinne zahlst du, wenn du einen erworbenen Cryptocoin für mindestens zwölf Monate hältst. Für kürzere Haltezeiten gilt pro Jahr ein Steuerfreibetrag von 600 Euro, der allerdings nicht nur für Transaktionen in Kryptowährungen, sondern sämtliche privaten Veräußerungsgeschäfte gilt. Ausgaben für den Handel mit Kryptowährungen, beispielsweise für die Eröffnung einer Wallet, kannst du steuerlich als Sonderausgaben oder Werbungskosten geltend machen. 

​Steuern auf das Krypto-Mining und den gewerblichen Kryptowährungshandel

​Wenn du einen Cryptocoin minst, betrachtet das Finanzamt dies als eine gewerbliche Tätigkeit. Es unterscheidet hier nicht zwischen privaten Minern und Unternehmen, die mit dem Schürfen von Cryptocoins eine gewerbliche Gewinnabsicht verfolgen. Hier greift folglich das Gewerbesteuerrecht.

Das Gleiche gilt, wenn du einen Exchange für Kryptowährungen eröffnen willst oder als professioneller Krypto-Trader tätig bist. Zum einen zahlst du hier Gewerbesteuer. Einzelunternehmer und Personengesellschaften zahlen auf ihre Gewinne Einkommenssteuer, GmbHs und Kapitalgesellschaften führen Körperschaftssteuer an das Finanzamt ab.

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